Artikel von www.Tier.tv

Auf Weiden sprießt ein hochgiftiges Kraut

Das Jakobskreuzkraut breitet sich immer mehr aus und kann für Pferde und andere Tiere tödlich sein. Einige Tiere sind bereits verendet.

Schön sehen die Blüten aus. Erinnern von der Form her an kleine Margeriten. Doch das goldgelbe Jakobskreuzkraut ist hochgiftig. Besonders für Pferde, Kühe, Schafe und andere weidende Tiere.

Auch für Kaninchen.

 

In Brandenburg sind bereits einige Pferde gestorben. Die Vergiftungen zogen sich in den meisten Fällen über mehrere Monate hin. Anzeichen der Erkrankung sind Rötungen der weißen Abzeichen an Kopf und Beinen, die oftmals auch anschwellen.

Das Jakobskreuzkraut enthält giftige stickstoffhaltige Verbindungen. Diese sogenannten Pyrrolizidin-Alkaloide zerstören die Leber, schädigen das zentrale Nervensystem und können Krebs auslösen.

Früher war die Giftpflanze nur an Wegesrändern zu finden. Mittlerweile breitet sie sich deutschlandweit ungehindert aus. Ursache sind die vor sich hin wuchernden, brachliegenden landwirtschaftlichen Flächen. Auf diesen macht sich das zähe Kraut immer mehr breit.

Experten raten dazu, Weideflächen konsequent zu pflegen. Bauern sollten vor der Ernte ihre Wiesen auf Jakobskreuzkraut untersuchen. Wenn Pferde Heu essen, können sie die Pflanze nicht mehr erkennen.

Denn eigentlich fressen Pferde das bitter schmeckende Kraut nicht. Außer wenn kein anderes Futter da ist oder die Pflanzen noch jung sind und noch nicht bitter schmecken.

"Die Pflanze muss mit aller Macht bekämpft werden", sagt Helmut Wiedenfeind von der Universität Bonn. Derzeit werde am dortigen pharmazeutischen Institut untersucht, ob die giftigen Alkaloide in die menschliche Nahrungskette gelangen können, etwa über die Kuhmilch oder über Honig.

In Baden-Würtemberg soll sogar ein Baby an den Folgen des Krauts gestorben sein, wie die Medical Tribune in ihrer Online-Ausgabe berichtet. Die Mutter hatte während der Schwangerschaft große Mengen mit Toxinen belasteten Gesundheitstees getrunken.

Es gibt allerdings ein Tier, das sich das Gift des Jakobskreuzkrautes zunutze macht. Die Raupen der Bärenspinner-Schmetterlinge ernähren sich vorwiegend von pyrrolizidinhaltigen Kreuzkräutern. Die Falter sind grauschwarz und an den Rändern auffallend purpurrot gefärbt.

                               

 

Quelle vom 30.7.2009

http://www.tier.tv/ratgeber/news/blog-post/2009/07/28/auf-weiden-spriesst-ein-hochgiftiges-kraut/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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